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Rauchmelder retten Leben
 
       

Einsatzbericht

02.09.2000 / 04:45 Uhr / Schlitzenhausen

 

 

Zwei Mio. Mark Schaden bei Großbrand in Zimmerei

Sachschaden von etwa zwei Millionen Mark entstand am frühen Samstagmorgen bei einem Großbrand in der Zimmerei Göpfert im Tanner Ortsteil Schlitzenhausen. Das etwa 2000 Quadratmeter große Betriebsgebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Verletzt wurde niemand, ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Wohnhäuser konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
Bemerkt wurde das Feuer gegen 4.45 Uhr in der Frühe von einer Nachbarin, die durch das Zerbersten von mehreren Eternitplatten aus dem Schlaf gerissen worden war. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings schon zu spät, um dem Flammenmeer in der Ortsmitte von Schlitzenhausen gelegenen Sägerei und Zimmerei noch Herr werden zu können. Binnen kürzester Zeit stand ein bis zu 50 Meter hoher, schwarzer Rauchpilz über Schlitzenhausen. Die Feuerwehr aus dem Tanner Ortsteil Schlitzenhausen, die unmittelbar nach der Alarmierung als erste der insgesamt zehn im Einsatz befindlichen Stadtteilwehren am Brandort eintraf, hatte laut Stadtbrandinspektor Wolfgang Ulrich nicht die geringste Chance, den Großbrand einzudämmen. Dieser habe sich in Windeseile über das gesamte Gebäude ausgebreitet. Es sei lediglich noch gelungen, einen Lkw aus einer Halle herauszufahren, so der Stadtbrandinspektor.
Mit vereinten Kräften gelang es den 130 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleuten schließlich, noch Schlimmeres zu verhindern. Wie dramatisch die Situation war, wird daran deutlich, dass noch in 40 Meter Entfernung die Rolläden der Nachbarhäuser schmolzen. Um zu verhindern, dass durch Funkenflug weitere Gebäude in Brand gerieten, spritzte die Feuerwehr auch die umliegenden Häuser nass. Erst nach etwa anderthalb Stunden konnte die Feuerwehr Entwarnung geben; die Brandwache am Samstag übernahm die Schlitzenhausener Wehr.

Bei dem Feuer wurde der gesamte Maschinenpark zerstört. Das 60 x 20 Meter große Gebäude, bestehend aus einer Werkhalle und dem Sägewerk, wurde ein Raub der Flammen. Allerdings konnte es verhindert werden, dass das Feuer auch auf das angrenzende Büro sowie auf das Wohngebäude übergriff. Für die Inhaber war der Schock groß. Gegenüber der Pesse äußerten sie noch am Unglücksort, dass in zwei Stunden zerstört worden sei, was sie in 30 Jahren aufgebaut worden hätten. Die 28 Beschäftigten sollten jedoch nicht entlassen und der Betrieb wieder aufgebaut werden. Was letztlich die Ursache für den Großbrand in Schlitzenhausen war, stand am Sonntagnachmittag noch nicht fest. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an.

 

 
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